Back to the basis ?
In den früheren Jahren hatte ich mich intensiv mit Oldtimern und den Sonderfahrzeugbau beschäftigt. Ich hatte geplant irgend wann das eine oder andere
Schmuckstückchen mir wieder anzuschaffen. Genau wie bei der Modelleisenbahn begeistert mich alles was aus der DDR kommt , grade die Simple und einfach
Technik begeistert mich immer wieder.
Im Frühjahr 2008 bekam durch Zufall eine MZ RT 125/3 in die Hände , kurz entschlossen kaufte ich das Motorrad und beschloss dieses zu Restaurieren.
Wichtig bei dieser Restaurierung war mir der Original Zustand wie diese Maschine 1959 vom Werk ausgeliefert wurde.
Alle Arbeiten sollen selbst durchgeführt werden (außer Sandstrahlen).
Die Projekt Schritte:
1.) Demontage
2.) Durchsicht der Teile und Ersatzteilliste erstellen.
3.) E-Teile Besorgen / Nachforschungen / Literatur besorgen.
4.) Sandstrahlen/ Lackieren/ Alu Bürsten / Polieren
5.) Montage
6.) TÜV /Zulassung
1/2 Bei der Demontage kam Grauenhaftes zum Vorschein . Die RT 125 war ein Unfall Motorrad . Die Gabelholme waren verbogen und die Gabelbrücke war gebrochen die Felgen
hatten knicke. Und es war ein E.Rahmen verbaut wurden , vermutlicherweise war der Orginalrahmen bei den Unfall beschädigt worden. Außerdem fehlenden diverse
Kleinteile die man bei den Umbau auf den neuen Rahmen wohl als "Überflüssig" einfach weggelassen hat.
Der Motor sah nicht besser aus , die Schaltwellenverzahnung war hinüber der Motor wurde ohne Getriebeöl gefahren , sämtliche Lager waren Defekt oder
drehten festgefressen im Alu-Motorgehäuse. Am Zylinder Einlass wurde Falsch getunnt. Motorblock + Zylinder = Totalschaden
3 Also Kaufte ich eine zweite ( oder dritte ) schon zerlegte RT 125. Ich werde mir aus diesen Teile-Pool ein Motorrad montieren. Weitere RT 125 Neuteil habe ich von verschieden Oldtimer
Händlern besorgt.
4/5 Um die Arbeite möglichst lebendig und abwechslungsreich zu gestalten habe die beiden Punkte zusammengelegt. Leider sind mir durch ein EDV Fehler die ersten
Bilder verloren gegangen. Anbei die Bilder des jetztzigen Zustandes. Der Rahmen und alle anderen Teile die Lackierte werden müssen wurden gesandstrahlt
und anschließend gefüllert. Dann wurden alle Teile geschliffen und in Schwarz RAL 9005 Lackiert. Chromteile wurden getauscht. Aluteile wurden gebürstet oder Poliert
je nach Auslieferungszustand im Jahr 1959. Weiter geht unter den Bildern !


Neu gespeichte Räder. Felgen Poliert. Naben gebürstet. Reifen werden noch getauscht !!!

Totalschaden am Motor. Kurbelwelle schliff im Motorgehäuse !!!!!!!!!!!!!!????????

Aber was soll's , aus zwei Motor mach einen ,aber mit einer Grundüberholung. Alle teile werden vermessen und bei Bedarf getauscht.
sämtliche Lager und Simmeringe werden erneuert. Bei der Montage werden alle Welle Axial vermessen und mit Abgleichscheiben auf
die Toleranzwerte laut Rep. Anleitung eingestellt. Vor der endgültigen Montage werden alle Teile nochmals gereinigt und die
Dichtflächen geplant. Bilder folgen !

Mittlerweile ist Feb. 09 und das Projekt läuft den Zeitplan hinterher größtes Problem war eine Kurbelwelle zu kriegen die Regeneration fähig ist.
Alle Kurbelwelle die mir zur Verfügung standen waren so beschädigt da diese nicht oder nur mit Großen Aufwand Instand gesetzt werden konnten.
Weiter machte auch der Primärantrieb in Rahmen der E-Teile Beschaffung große sorgen. Nachdem alle E-Teile besorgt waren ging es an den Zusammenbau.
Hier ist Sorgfalt, Fachwissen und ein Reparaturhandbuch unabdingbar. Ach muss das Spezielle Werkzeug vorhanden sein.
Der Komplette Motor läst sich ohne " HAMMER " montieren !!!! Man muss nur die Physik ausnutzen.
Hier die Werkzeuge.


Was heißt nur die Physik ausnutzen ? Ganz einfach Teile werden erwärmt und andere Abgekühlt.
Beispiel : Zum einsetzen der Kurbelwellen Lager ins Gehäuse wird das Gehäuse auf + 150 °C erhitzt
und die Lager auf - 40 °C abgekühlt. Das erwärmen ist weniger Problematisch aber woher bekomme
ich die Kälte ? Hierbei empfiehlt sich die Kühltruhe und "EISSPRAY" dieses Spray ist in der
Lage bis -50°C zu erzeugen. "Achtung" Handschuhe verwenden !!! So lassen Sich alle Bauteile Problemlos
ineinander stecken.
Auch ist das Vermessen aller Welle unabdingbar .Sämtliche Welle müssen Sauber Axial mit Ausgleichscheiben
eingestellt werden. Maße einhalten !! Luft lassen so um 0,03mm. Mittiger Lauft der Kurbelwelle nicht
vergessen einzustellen. Ansonsten hält diese nicht lange !!
Getriebewelle zueinander richtig einstellen sonst gibt es Zahnradsalat !!
Am Ende die Schaltung einstellen.

Hier nun die Aktuellen Bilder des Baufortschrittes.






Update:
Momentan bin ich bei den Lackier und Zierstreifen Arbeiten bei.
Folgend wird mit den Bauteilen vorgegangen:
Tank , Kotflügel hinten und vorn, Batteriekasten.
1.) Glasperlenstrahlen der Blechteile
2.) Füllern
3.) Schleifen 600 Korn Nass
4.) Ausbeulen /Spachteln
5.) Schleifen 600 Korn Nass
6.) Feinspachtel (Nitrospachtel)
7.) Schleifen 600 Korn Nass
8.) Grundieren
9.) Schleifen 1000 Korn Nass
10.) RAL 9005 Lackieren (zwei Schichten)
11.) Matt Schleifen 1000 Korn Nass
12.) Zierstreifen aufbringen
13.) Klarlacken (zwei Schichten)
14.) Schleifen 1500 Korn Nass
15.) Klarlacken (zwei Schichten)
16.) Schleifen 1500 Korn Nass
17.) Kontrolle ob die Zierstreifen vollständig im Klarlack eingebettet sind.
18.) Letzten zwei Klarlackschichten von einer Lackiererei aufbringen lassen.
Hier ein Paar Bilder vom Tank.
Schritt 14:

Schritt 15

Mittlerweile ist Mai , die RT ist durch den Tüv und angemeldet. hier nun die letzten Fotos.
Bedanken möchte ich mich auch noch bei Ahmet , Johannes , Axel und Stefan die mir immer
stets mit Rat und Tat zu Seite gestanden haben.

